
Parasiten
Würmer
Würmer gehören zu den häufigsten Parasiten beim Hund. Je nach Art leben sie im Darm, in der Lunge oder sogar im Herzen und können die Nährstoffaufnahme, die Verdauung und das allgemeine Wohlbefinden beeinträchtigen.
Zu den wichtigsten Wurmarten zählen Spul-, Haken-, Peitschen-, Band-, Lungen- und Herzwürmer. Die Ansteckung erfolgt beispielsweise über die Umwelt, Beutetiere, Flöhe, Schnecken oder die Muttermilch.
Nicht jeder Hund zeigt sofort Symptome. Mögliche Anzeichen können Durchfall, Gewichtsverlust, stumpfes Fell, Erbrechen, Leistungsschwäche oder wiederkehrende Verdauungsprobleme sein.
Eine individuelle Risikobewertung sowie regelmäßige Kotuntersuchungen können dabei helfen, den Bedarf an gezielten Entwurmungsmaßnahmen sinnvoll einzuschätzen.
Gut zu wissen:
Beim BARFen kann das Risiko bestimmter Parasiten durch das sachgerechte Einfrieren des Fleisches bei mindestens -17 bis -20 °C über mehrere Tage deutlich reduziert werden.
Zecken
Zecken gehören zu den häufigsten Ektoparasiten des Hundes. Sie ernähren sich vom Blut ihres Wirts und können dabei verschiedene Krankheitserreger übertragen. In Deutschland spielen insbesondere der Gemeine Holzbock, die Auwaldzecke und die Braune Hundezecke eine Rolle.
Nicht jeder Zeckenstich führt automatisch zu einer Erkrankung. Zecken können jedoch Erreger wie Anaplasmen, Borrelien, Babesien oder andere Krankheitserreger übertragen. Das individuelle Risiko hängt unter anderem von der Region, der Jahreszeit, den Reiseaktivitäten und dem Lebensstil des Hundes ab.
Da Zecken bereits an milden Wintertagen aktiv werden können, ist eine regelmäßige Kontrolle des Fells nach Spaziergängen sinnvoll. Werden Zecken frühzeitig entfernt, kann das Risiko einer Erregerübertragung teilweise reduziert werden.
Ein allgemeingültiges Konzept zur Zeckenprophylaxe gibt es nicht. Welche Maßnahmen sinnvoll sind, sollte immer individuell unter Berücksichtigung des persönlichen Risikoprofils des Hundes entschieden werden.
Flöhe
Flöhe sind kleine blutsaugende Parasiten, die nicht nur Juckreiz verursachen, sondern auch weitere Probleme mit sich bringen können.
Ein Flohbefall äußert sich häufig durch starken Juckreiz, vermehrtes Kratzen, Unruhe oder kleine schwarze Krümel im Fell (Flohkot).
Zusätzlich können Flöhe Bandwürmer übertragen, da Hunde sich beim Putzen durch das Verschlucken eines infizierten Flohs anstecken können.
Da sich nur ein kleiner Teil der Flöhe direkt auf dem Hund befindet, sollte bei einem Befall immer auch die Umgebung gründlich gereinigt werden.
Giardien
Giardien sind mikroskopisch kleine Dünndarmparasiten, die vor allem bei Welpen, jungen Hunden oder Tieren mit einem empfindlichen Immunsystem häufiger auftreten.
Sie besiedeln den Dünndarm und können die Verdauung sowie die Nährstoffaufnahme beeinträchtigen.
Typische Symptome sind:
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wiederkehrender oder chronischer Durchfall
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breiiger oder schleimiger Kot
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Blähungen
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Bauchschmerzen
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Gewichtsverlust
Nicht jeder Hund mit Giardien zeigt Symptome. Viele erwachsene Hunde tragen die Parasiten in sich, ohne zu erkranken.
Neben einer tierärztlichen Behandlung spielen Hygiene, die Unterstützung der Darmgesundheit und die Regeneration des Darmmikrobioms eine wichtige Rolle.

